Ein bis zwei Freiwillige stellen sich vor

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Moderator: Shahn Gomeli T.B.

Re: Ein bis zwei Freiwillige stellen sich vor

Beitragvon Angerthas » 29. Thrimidge 2010, 14:37

Naja, erstmal müssen wir einen ganzen Monat warten, denn der Spieler von Shahn hat erst wieder im Juli Zeit.

Was wir leider erst ganz kurzfristig an dem Mittwoch des Streits (26.5.) erfuhren. Daher doppelt schade, daß wir nicht schon vorher trotz keiner "perfekten" Probe nicht einfach das Stück aufgeführt haben :( Hätte ich etwas von der Pause geahnt, hätte ich nämlich darauf gedrängt, daß wir das Stück wenigstens einmal vor Publikum spielen. Die Stolzwamperts haben ihre zwei ersten Stücke das erste Mal ganz ohne Probe, das zweite Mal mit einer einzigen Probe aufgeführt - und der Herr Stolzwampert war IC (und auch OOC) immer mißmutiger über die nie enden wollende Proberei, wollte mit dem Stück lieber endlich bald "über die Bühne"...

Das heißt, daß der Herr Stolzwampert gar nicht so gern "so weitermachen" will, und die Frau Stolzwampert hat gesagt, daß sie zwar gern Theater spielt, aber "nicht um jeden Preis". Und definitiv nicht, wenn sie Anweisungen von dem Herrn "Gründer und Leiter" hinnehmen müßte, der ihr gegenüber letztens so "unhöflich" war (worüber sie sich wiederholt mokierte) und den sie bisher nur "geduldet" hat (das hat sie auch so kundgetan).

Ob der Herr Shahn entgegenkommen würde? Hätte er es dann nicht schon das letzte Mal gemacht? Einfach, weil er als Leiter doch am Weiterbestehen der Gruppe interessiert sein müßte und doch weiß, was er den Stolzwamperts zu verdanken hat.

Aber stattdessen hat Herr Shahn den Eklat ganz bewußt heraufbeschwört; und das muß ja auch seinen Grund gehabt haben. Freilich hat es das! Der Herr Shahn will, so wie es scheint, vor allem ab sofort nichts mehr von den boshaften Sticheleien der Frau Stolzwampert ertragen müssen. Er empfindet ihre Lästereien sogar so schlimm, daß er meint, daß die ältere Hobbitfrau damit auch Personen aus dem Publikum vergraulen könnte. Obwohl sie nie so weit ging, z.B. zu sagen: "Dreckiger Abschaum aus dem Breeland, schleich Dich aus unserem Land, aber sofort!" :D

Es macht für Herrn Shahn auch keinen Unterschied, daß er es mit einer älteren weiblichen Person zu tun hat, die ihm gerade bis zum Bauch reicht. Andere würden "die alte Schachtel" doch gar nicht recht ernst oder "für voll" nehmen; aber Herr Shahn behandelt niemanden herablassend oder geringschätzend. Für ihn sind alle gleich. Kein Wunder: er hat es ja auch mit vielen Völkern und Personen unterschiedlichen Alters zu tun. Und überraschend häufig sind solche, die nach außen hin vielleicht dumm oder unbedeutend wirken, wertvolle Organisatoren, fleißige Helfer, engagierte Leute. Der Große schätzt daher alle Leute gleichermaßen und nimmt durchaus auch alle ernst, so dümmlich oder gar kindlich sie auch "erscheinen" mögen.

Herr Shahn Gomeli sieht das auch nicht so, daß er sich im Heimatland der Hobbits aufhält, wo "Lange" von vielen gar nicht gern gesehen sind. Er trifft sich doch stattdessen auch sehr oft in Sprotten mit Angehörigen anderer Völker, wo vor allem zu Feiern oder häufig einfach auch so alle Welt locker zusammenkommt und wirklich jeder willkommen ist. Für Herr Shahn ist "Sprotten" also gar nicht explizit eine Siedlung im Auenland, sondern stattdessen quasi sein eigenes Revier, wo er schon länger lebt und sogar eine durchaus wichtige Persönlichkeit ist - und wo eben alle Völker gleichberechtigt ein- und ausgehen.

Und der Herr Shahn hat natürlich auch seinen Stolz. Er ist nicht ja irgendein dahergelaufener Strolch vom Großen Volk! Herr Shahn ist es sogar im Gegenteil schon sehr lange gewöhnt, daß man ihm Respekt und gar Hochachtung entgegenbringt - seiner wunderbaren Lieder wegen, aber auch wegen seines großen Engagements und seines bedeutenden Freundeskreises; er hat vieles für viele getan und sich Dankbarkeit redlich verdient. Alle Welt weiß seinen Namen nach seinen Musik-Touren und tanzte schon nach seiner "Sack-Sack-Pfeife" ;)

Der berühmte Herr Musikus kennt es - so glaube ich - ja wohl gar nicht anders, als daß man es ohne weiteres respektiert, wenn er Leuten - z.B. Musikgruppen - Anweisungen gibt. Für die er ja auch viel leistet, was ihm daher jeder dankt. Wer würde zu jemandem wie ihm, der zu allen freundlich und respektvoll ist, denn unangenehm sein? Er gibt niemandem einen Grund zur Kritik, benimmt sich zu allen anständig. Aber dann kommt diese unausstehliche ältere Hobbit-Person daher, die ganz offen vor anderen über ihn lästert, nur weil er einer vom Großen Volk ist - und ihr Mann, der ja auch schon über die Großen gestichelt hat...

Die beiden Stolzwamperts schrieben bisher die drei einzigen Theater-Stücke, die das Projekt fertig hat, und führten zwei davon so gut wie allein auf - und zwar schon in einer Frühzeit des Projekts, als sonst noch niemand so recht im Projekt regelmäßig/fix mitmachen mochte oder konnte. Ohne daß jedoch Ingame jemals zur Sprache kam, daß Shahn der Gründer oder gar Leiter des Projekts sei; und nicht einmal OOC so wirklich. (Im Prinzip sah auch ich OOC alle Mitglieder der Theatergruppe als absolut gleichberechtigt an; und Shahn als Initiator des Projektes.)

Die Stolzwamperts wiederum hielten (IC) ja sogar stattdessen nur Kyanita für ihre Ansprechperson, die auch die Auftritte zu den Hochzeiten angeregt hat (und dazu die ersten Skript-Entwürfe geschrieben hat, was wir durchaus auch IC reinnehmen können/möchten, um ihr Engagement zu würden). Und die Stolzwamperts tolerierten Shahns "Mitarbeit" (z.B. als "Erzähler") nur der jungen Hobbitdame Kyanita wegen.

Und dann kam der Tag, an dem die unverschämte "Alte" mit ihrem Schandmaul den Herrn Shahn verdächtigte, Blumen ausgegraben zu haben und diese nur gegen Törtchen zurückgeben zu wollen. Übrigens: so nebenbei machte sie auch noch seine Lieder in gewisser Weise runter! So gesehen kann ich die Reaktion des Herrn Shahn ja vollkommen verstehen...

Jedoch: die Frau Stolzwampert verhielt sich nicht unlogisch. Sie persönlich hatte Herrn Shahn nichts zu verdanken. Nur Kyanita hatte sie es, die ja die ersten beiden Stücke in der ersten Rohfassung (nach Loriot) geschrieben hat. Daß der Herr Shahn der Gründer oder gar Leiter des Theaterprojekts ist, wußte die Frau Stolzwampert bislang nicht. Es kam weder zur Sprache, noch sah es je danach aus. Nur etwas "komisch" fand sie es, daß Herr Shahn hie und da mal bei den Theaterproben sowas wie "Regie-Anweisungen" gab - aber er "spielte" ja auch das Publikum und tat daher vielleicht nur kund, wie die Darstellung vom Zuschauerraum am besten aussehen soll...

Frau Stolzwampert sieht stattdessen ihren Mann, sich selbst und Kyanita als das Herz der Theatergruppe an. Denn wer hat denn zwei Stücke aufgeführt und die drei bisher überhaupt fertigen Stücke geschrieben? Ohne die Stolzwamperts würde es noch kein einziges fertiges Theaterstück geben.

So wie viele Hobbits sind halt auch die Stolzwamperts seit eh und je fremden-unfreundlich. Das ist nicht ungewöhnlich für Auenländer, sondern ganz im Gegenteil. Und so kennen sie alle ihre Bekannten! (Schon deswegen können wir nicht einfach ihre Persönlichkeiten "umschreiben"). Auenländer Hobbits fürchten sich laut Buch vor Elben, verstecken sich vor Menschen, reden selten mit den durchreisenden Zwergen, lästern sogar über andere Hobbits außerhalb des Auenlands, beispielsweise über die Bockländer. Im Spiel reden die Hobbit-NPCs ebenfalls unfreundlich über Fremde! Und die Stolzwamperts lästern ja lediglich harmlos über Fremde, sie laufen nicht vor ihnen davon, beschimpfen sie nicht, gehen nicht tätlich auf sie los...

Wie die Hobbits am Ende des Buches "Herr der Ringe" zu den Menschen-Räubern: "Das hier ist unser Land, und ihr seid hier nicht erwünscht." oder "Du bist ein Strolch und ein Narr." - oder gar Lobelia Sackheim-Beutlin: "Scharrer ist mir gleichgültig, ihr dreckigen, diebischen Strolche" - sagt sie und hebt ihren Schirm und geht auf den Führer der Menschengruppe los, der doppelt so groß ist wie sie...

Schon zu Beginn des Buches wird nicht gut über "Fremde" geredet. Müller Sandigmann zum Beispiel: "Und seht euch bloß diese Ausländer an, die ihn besuchen: Zwerge kommen des Nachts, und dieser alte wandernde Zauberer, Gandalf, und was nicht alles. Du kannst sagen, was du willst, Ohm, aber Beutelsend ist ein sonderbarer Ort, und seine Bewohner sind noch sonderbarer." Oder allgemeines Gerede: "Wenn dieser verflixte Zauberer nur den jungen Frodo in Frieden läßt, dann wird er sich schon einleben und zu etwas Hobbitverstand kommen". Sam sagt auch noch vor der Abreise der Gefährten: "Immerhin ... kannst du nicht leugnen, daß nicht nur unser Halfast, sondern auch andere Leute seltsames Volk durch das Auenland haben ziehen sehen - hindurchziehen, bedenke: mehr noch werden an den Grenzen zurückgeschickt. Die Grenzer haben niemals so viel zu tun gehabt wie jetzt."

Pippin über den Schwarzen Reiter, als sie einen zum ersten Mal treffen: "Aber was hat einer von den Großen Leuten mit uns zu tun? ... Und was tut er überhaupt in diesem Teil der Welt?" "Hier gibt es ein paar Menschen", sagte Frodo. "Unten im Südviertel haben die Hobbits Ärger mit Großen Leuten gehabt, glaube ich. ..." Und Bauer Maggot über den schwarzen Reiter: "... Natürlich zieht von Zeit zu Zeit immer mal sonderbares Volk hier durch die Gegend. Zu nah am Fluß.", aber auch: "... Wir sehen nicht viele von den Großen Leuten diesseits der Grenze ..." Zu dem Reiter selbst sagt er offen: "Fort mit Euch!" und etwas später: "Ihr werdet dahin zurückgehen, wo Ihr hingehört, und zwar schleunigst. Ich gebe Euch eine Minute, ehe ich alle meine Hunde rufe."

Tja, und jetzt hat sich der Herr Shahn schon sehr eiskalt und konfrontativ gegenüber der älteren Dame ausgesprochen. Was bewirkt, daß sie ihm nicht entgegenkommen kann, weil sie ja befürchten muß, daß er wieder auf Konfrontation geht und ihr wieder "nahelegt", das Theater zu verlassen. Und dem Herrn Stolzwampert ist das "Theatern" ohnehin schon etwas über, der würde gern das Stück mal aufführen, und dann "fertig". Die Frau Stolzwampert würde dem Herrn Shahn seine "unhöflichen" Worte nie wirklich ganz verzeihen, und mit ihm auskommen würde sie auch nur, wenn er ab jetzt ums Vielfache höflicher und zuvorkommender ist.

Was aber beim Herrn Shahn sehr unwahrscheinlich ist; denn auch sein Stolz wurde ja verletzt. Und auch noch ganz zu Unrecht, da er ja nicht wirklich jemals etwas getan hat, was die Boshaftigkeiten ihm gegenüber begründen könnte - außer, als "Großer" im Auenland zu residieren, da er dort freundlich aufgenommen wurde, und dort eine Theatergruppe zu gründen - was ja doch etwas sehr Positives ist.

Das zweite - möglicherweise noch ernstere - Problem ist, daß Herr Shahn jetzt Ingame und ganz IC als Gründer und Leiter der Truppe "enthüllt" wurde. Wie könnten die Stolzwamperts nach dem Streit und mit ihrer grundsätzlichen Fremden-Abneigung noch jemals Anweisungen von ihm befolgen? Ich sehe da absolut keinen Weg...
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Re: Ein bis zwei Freiwillige stellen sich vor

Beitragvon Frinya » 31. Thrimidge 2010, 08:52

*schmunzelt*

Sehr kurz und knapp Angerthas! ;)

Ich sehe schon, die Fronten sich doch verhärteter als ich es angenommen habe. Selbst wenn der Herr Shahn auf die Stolzwamperts zugehen würde, würden diese ja aufgrund ihrer Theaterüberdrüssigkeit nicht entsprechend reagieren können.

Zum "Volkscharakter der Hobbits":

Ich bin zwar der Meinung, das wir in einem Turbine-Herrn-der-Ringe-Universum spielen und nicht in einem Tolkien-Herrn-der-Ringe-Universum, aber das muß jeder für sich selbst entscheiden. ;)
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Re: Ein bis zwei Freiwillige stellen sich vor

Beitragvon Angerthas » 1. Vorlithe 2010, 11:03

Kleine Seitenhiebe erhalten die Freundschaft? ;) Ich hab mir nunmal wirklich viele Gedanken gemacht, weil ich mir selbst eine gute Lösung wünschen würde - aber sehe keinen Ausweg.

Turbine-Herr der Ringe? Ich kann auch in einem "Turbine-Online" haufenweise Hobbit-NPCs entdecken, die sich ingame lästernd über Fremde äußern; über Gandalf oder die Zwerge in Nadelhohl beispielsweise. Und ich sehe auch von Turbine her nur Menschencharaktere ins Auenland gesetzt, die dort Ärger machen - Räuber bei Waldhof, ein streitender Kerl in Stock, Räuber, die Nachtschatten in Evendim überfallen haben. Waldläufer sind versteckt im Auenland unterwegs, wie es ja auch zum Buch paßt. Aber es könnte sein, daß es bei den Klassentrainern Ausnahmen gibt, da hab ich jetzt nicht geschaut; ist komischerweise in allen Landen so.

Sicher ist, daß die meisten Spieler aber hier in Mittelerde auch kein "Turbine-Online" spielen, sondern "Irgendeine-Fantasy-Online" spielen, in der alle freien Völker in allen Landen herumlaufen, wie sie lustig sind, und dort auch wohnen (nur weil es spielmechanisch halt möglich ist). Wo in Thorins Hallen auf dem Marmor und über die Treppen geritten wird. Wo es Bordelle mit Elbinnen gibt. Wo Elben einzeln und schwer gerüstet herumreisen und sich in Kneipen auf Raufhändel einlassen. Wo es auch mal Zwerginnen gibt, obwohl Turbine klar sagte, daß alle Zwergencharaktere als männlich anzusehen seien. Wo Metallica- und Enya-Musik gespielt wird. Und so weiter und so fort.
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Re: Ein bis zwei Freiwillige stellen sich vor

Beitragvon Frinya » 2. Vorlithe 2010, 12:24

... wo ein Elb der Anführer der Kochgilde in Michelbinge ist, wo in der 21. Halle und beim Sommerfest in Thorins Halle Zwerginnen (können auch Übersetzungsfehler sein) eine Aufgabe vergeben. ;)

Zum Verhalten der Hobbits: Niemand wird mit einer Abneigung oder Angst vor einem anderen Volk geboren. Eine Person entwickelt sich. Nimmt äußere Eindrücke wahr und verarbeitet sie. Die Person hört hier was oder sieht da was. Nimmt es auf, verarbeitet es und bildet sich über etwas eine Meinung. Aber selbst wenn ich immer wieder nur das Schlimmste über ein Volk höre, kann es trotzdem passieren, das meine Neugierde mir die Möglichkeit gibt, dieses Volk nicht zu meiden, sondern gerade versuche, es kennen zu lernen.

Leider liegt meine Zeit, in der ich mich intensiver mit dem Herrn der Ringe auseinander gesetzt habe, schon etwas zurück. So aus dem Bauch heraus würde ich nicht sagen, das Hobbits die Elben fürchten, sondern sich ihnen gegenüber eher erfürchtig verhalten (Sam, der so neugierig auf Elben ist) und wenn ich so auf die Schnelle mal ein wenig in Ardapedia reinschaue, haben die einzelnen Stämme durchaus gute Beziehungen zu den anderen Rassen (oder gehabt).

Ja Angerthas, ich kenne deine Ausführungen im offiziellen Forum und lese sie wirklich gerne. Von daher weiß ich schon, das du dir sehr viele Gedanken machst. Aber letzten Endes könnte uns nur einer sagen, ob unsere Ansichten über die Hobbits oder einem anderen Volk wirklich richtig sind. Selbst Tolkien hat ja an diesen Charakterbildern der Völker Änderungen vorgenommen und auch später in seinen Briefen unterschiedliche Aussagen zu dem selben Thema getroffen.

Zum Theaterprojekt: Meine RL-Charakter sucht immer ein miteinander. Ich fand es halt schade, das die Ingamebeteiligten am Theaterprojekt, dies so nicht mehr zusammen durchführen könnten. Das ihr, also Shahn und die Stolzwamperts, dies auch so beibehalten ist natürlich eure Entscheidung und ich werde euch bestimmt nicht sagen, wie ihr euch zu verhalten habt. Auch wenn ich der Meinung bin, das in deinen Ausführungen immer noch genug Möglichkeiten stecken, das Projekt gemeinsam durchzuführen, ohne die Charaktere zu verändern (Einsicht und Eingeständnis verändern nicht den Charakter, denke ich).

Zum Turbine-Herr-der-Ringe: Turbine muß Abstriche machen, damit das Spiel für alle Kunden spielbar interessant bleibt. So würden sich wahrscheinlich nur Rollenspieler damit anfreunden können, wenn ihre Hobbits das Auenland nur unter ganz bestimmten Bedingungen verlassen dürften. Ja vielleicht nur im Auenland questen dürften bzw. sich da aufhalten dürften. Turbine muß hier allen Rassen die Möglichkeit geben, überall hin zu gelangen. "Helden", die zum einen Vertraute von Elrond sind, aber im nächsten Moment Waffen von einem zum anderen Ort tragen?

Irgendeine Fantasy-Online-Welt: Es gibt Spieler, die haben den Film gesehen, waren begeistert und sind auf den RP-Server gekommen, um RP im HdRO Universum zu spielen. Mit ihren Vorstellungen von saufenden Zwergen, verfressenen Hobbits, perfekten Elben und bösen Menschen. Dann gibt es die Spieler, die auch die Bücher gelesen haben, vielleicht noch das Silmarillion und/oder den Hobbit. Deren Vorstellungen schon in andere Richtungen gehen. Es gibt aber auch Spieler, die haben, laut ihrer Aussagen jeden Brief von Tolkien, jede Abhandlung von Tolkien gelesen und halten jede Lore unkonforme Handlung für einen Frevel. Aber selbst diese Spieler sind sich doch in einigen Dingen uneinig, was loregerecht ist und was nicht. ;)

Ich persönlich finde es schade, wenn man, so wie in den offiziellen Foren es schon gang und gebe ist, anderen Spielern vorschreibt, wie sie ihre Charaktere spielen sollen und wie nicht. Man sollte sich eigentlich darüber freuen, das viele Spieler zumindest versuchen, ihre Chars RPgerecht zu spielen. Solche Aussagen führen in meinen Augen nur dazu, das Spieler aufhören RP zu betreiben, weil sie ja als Rollenspieler eh nicht anerkannt werden. Ich denke auch, wenn wir beide uns im Spiel begegnen würden, du mich nicht für einen Rollenspieler halten würdest ;) Wobei dies natürlich ein weiterer Diskussionsansatz wäre, was RP ist und was nicht. ;)
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Re: Ein bis zwei Freiwillige stellen sich vor

Beitragvon Gwyn » 2. Vorlithe 2010, 13:51

Frinya hat geschrieben: Man sollte sich eigentlich darüber freuen, das viele Spieler zumindest versuchen, ihre Chars RPgerecht zu spielen. Solche Aussagen führen in meinen Augen nur dazu, das Spieler aufhören RP zu betreiben, weil sie ja als Rollenspieler eh nicht anerkannt werden.

Das spricht mir aus der Seele!


Trotzdem denke ich, dass dies nicht der richtige Ort für diese Diskussionen ist. Shahn und die Stolzwamperts und die anderen vom Theaterprojekt haben ja einen eigens dafür eingerichteten Raum - denke ich zumindest mal ;)
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Re: Ein bis zwei Freiwillige stellen sich vor

Beitragvon Shahn Gomeli T.B. » 2. Vorlithe 2010, 15:35

So ist es. Hier ist das Bewerbungsforum. Und damit dies hier nicht noch weiter in eine der vielen Grundsatzdiskussionen ausartet, mach ich hier jetzt dicht.

Und nur um irgendwelchen Gerüchten, die vielleicht schon aufgekommen sein mögen, vorzubeugen bzw. entgegenzutreten:
Ich habe keine Probleme mit konsequenter Spielweise, und wenn deswegen ein Projekt leiden muß, dann ist das eben so. Rollenspiel geht vor.
Es sind auch nicht Angerthas nebst besserer Hälfte, die aus dem Projekt geflogen sind, sondern Adahlie und Brimson, die von Shahn aus seiner Theatergruppe geworfen wurden - ein ganz wichtiger Unterschied, der manchen vielleicht im Eifer des Gefechts entgehen mag.
Brot&Bühne wird weiterleben und auch das vorbereitete Stück, in das schon einiges an Arbeit geflossen ist, wird wohl noch zur Aufführung gelangen - zwar nicht als Darbietung von Brot&Bühne, aber das tut nichts zur Sache.

Ball flach halten :)
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Shahn Gomeli T.B.
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