Wanderung von Froschmoorstetten ins Bockland

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Re: Wanderung von Froschmoorstetten ins Bockland

Beitragvon Frinya » 9. Rethe 2010, 11:47

na klar nützt das was.

*lacht*

Dann bleibt der Shahn da nicht mehr drin stecken!

*Frinya grinst noch mal frech in die Runde und hopst davon*

Die Straße gleitet fort und fort,
deshalb hops´ ich von Ort zu Ort.

lallalalala
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Re: Wanderung von Froschmoorstetten ins Bockland

Beitragvon Wildogard » 12. Rethe 2010, 09:49

Nachdem am Abend nach der Wanderung alle auf der Wiese vor dem Brandyschloss eingeschlafen waren, kramte Wildogard sein Notizbüchlein und ein Stück Zeichenkohle aus seinem Beutel und setzte folgenden Bericht auf:

Dienstbericht von Grenzer Wildogard Straffgürtel
betreffs Sicherung und Unterstützung der Wanderung von Froschmoorstetten ins Bockland des Heimatverbundes Auenland gemäß Sonderdienstanweisung 1419-3-3-HVA

Beginn der Wanderung am 7. Rethe, 20. Stunde vor dem Schwimmenden Balken, Froschmoorstetten.
Lobend zu erwähnen ist die umsichtige Planung des Vereinsvorsitzenden des Heimatverbundes Auenland, Herrn Fenbras Mooswasser, der sorgsam auf die Einhaltung der Essenszeiten achtete und darüber hinaus zusätzlichen Proviant für die Reisegesellschaft mitführen ließ. Da sich der Beginn der Wanderung aufgrund von Nachzüglern verzögerte, geschah der Aufbruch erst nach dem 2. Abendmahl.
Beim Goldenen Barsch in Stock wurde eine Picknickpause eingelegt.
Vor dem Bocklandtor wurden wir von einem Herrn Jo und seiner Frau in Empfang genommen. Unter Führung von Herrn Jo haben wir dann den Weg zum Brandyschloss zurückgelegt. Herr Jo wollte uns auch noch die Bockenburger Fähre zeigen, dazu kam es aber nicht mehr, ebensowenig wie zum Abschreiten des Hohen Hags, aufgrund der fortgeschrittenen Zeit.

Beobachtungen:
- Ausbesserungsarbeiten am Schwimmenden Balken lassen keinen Fortschritt erkennen
- Krötenplage in Froschmoorstetten nach wie vor nicht unter Kontrolle
- Wolfssichtungen bei Balgfurt und auf den Feldern südwestlich von Stock
- Gefährdung durch lange Reiter auf dem Ostweg
- Lange bedrohen friedliebende Hobbits in Stock
- Grenzer im Bockland ohne anständige Uniform
- Beschädigungen und Unruhen durch freilaufendes Vieh in Neuburg
- hervorragende Wegebeleuchtung durch besonders große Straßenlaternen im Bockland

Zwischenfälle:
- Ostweg, Höhe Balgfurt. Die nicht im Dienst befindliche Grenzerin Zannata Blaubeerfinger streift in abenteuerlustiger Weise abseits des Weges über die Felder und schreckt friedliche Tiere durch lautstarkes Schreien und Schläge mit der Hand auf. Ernstere Verletzungen der Reisegesellschaft durch die wildgewordenen Tiere lassen sich nur mit der beherzten Unterstützung weiterer nicht im Dienst befindlicher Grenzer verhindern, die ebenfalls an der Reise teilnehmen. Frau Zannata begnügt sich damit zuzusehen.
- Angriff durch Wölfe. Eine der Reiseteilnehmerinnen macht sich daraufhin wieder auf den Weg nach Hause.
- Ein Rüpel bedroht eine Hobbitfamilie vor ihrem Haus in Stock. Eine Abwendung der Bedrohung gelingt erst als sich vorbeireisende Lange der Situation annehmen und den Rüpel durch Gewaltanwendung vertreiben.

Wildogard Straffgürtel, Grenzer
7. Rethe, Brandyschloss, Bockland
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Re: Wanderung von Froschmoorstetten ins Bockland

Beitragvon Zannata » 12. Rethe 2010, 18:24

Als Zannata nach ihren freien Tagen wieder den Dienst aufnimmt, findet sie in ihrem Fach eine Nachricht, die auf den Dienstbericht von Grenzer Wildogard Straffgürtel und insbesondere auf ihre namentliche Erwähnung in der Sparte "Zwischenfälle" verweist. Sie zieht sich die betreffende Akte und studiert den Bericht des Grenzers, reißt ungläubig die Augen auf als sie die Auflistung der Zwischenfälle liest und schüttelt fassungslos den Kopf. "So ist das doch gar nicht gewesen", murmelt sie, setzt sich an den Schreibtisch und denkt über die Formulierung eines Schreibens nach.

"An Grenzer Wildogard Straffgürtel

Betreff: Dienstbericht über die Sicherung und Unterstützung der Wanderung von Froschmoorstetten ins Bockland des Heimatverbundes Auenland gemäß Sonderdienstanweisung 1419-3-3-HVA

Vermerk vom 12. Rethe, Hochtag.
Verfasser. Zannata Blaubeerfinger


Verehrter Herr Straffgürtel,

zunächst möchte ich Euch ein Lob für Euren vorbildlichen Bericht aussprechen. Die Art Eurer Berichterstattung sowie die Auflistung der Misstände und Vorzüge, zum Beispiel der hervorragenden Wegbeleuchtung im Bockland weisen Euch als einen Hobbit aus, der seine Aufgaben sehr ernst nimmt. Deshalb möchte ich Euch an dieser Stelle höflich auf eine fehlerhafte Berichterstattung Eurerseits bei der Auflistung der Zwischenfälle hinweisen. Die von Euch geschilderte Situation mit der Kröte hat sich keineswegs auf diese Weise ereignet. Ich bin sicher, dieses Missverständnis lässt sich ausräumen, wenn ich Euch erzähle wie es letztlich zu dem Angriff der Kröte kam:

Wie Ihr vielleicht gesehen habt, lief ich mit Herrn Brandyweis und Frau Kyanita keineswegs abseits der Wege, sondern lediglich am Wegesrand, als Frau Kyanita auf einem Acker besagte Kröte sah. Da sie sich vor dieser ängstigte, näherte ich mich der Kröte und tätschelte ihren Kopf, um Frau Kyanita zu zeigen, dass dieses Tier harmlos sei. Das habt Ihr wohl aus der Entfernung als „Schläge mit der Hand“ wahrgenommen. Da sich Frau Kyanita jedoch durch diese Demonstration nicht von der Harmlosigkeit des Tieres überzeugen ließ, erschreckte ich das Tier mit einem lauten Schrei, woraufhin die Kröte ins Unterholz floh.

Wäre die Gesellschaft an dieser Stelle weitergezogen, hätte sich der nachfolgende, unglückliche Zwischenfall sicherlich nicht ereignet, denn wie Ihr als Grenzer natürlich wisst, verfolgen Kröten keine Hobbits über längere Entfernungen.

Da die Gesellschaft jedoch länger an Ort und Stelle verweilte, traute sich diese Kröte wohl wieder aus dem Unterholz heraus und wurde etwas übermütig. Sie griff mich an, wenn man das so nennen darf. Jedoch wisst Ihr als Grenzer, Herr Wildogard, natürlich auch, dass Kröten dieser Art allerhöchstens Hobbitkinder leicht verletzen können, und solche waren auf unserer Wanderung ja nicht dabei. Diese Kröte griff mich – ich möchte dies nochmals ausdrücklich betonen, MICH und keinen anderen der wandernden Hobbits – an und bevor ich sie erneut mit einem lauten Schrei verscheuchen konnte, wurde sie von einer der außer Dienst mitreisenden jüngeren Grenzerinnen, deren Name mir leider entfallen ist, getötet. An dieser Stelle möchte ich mich also ausdrücklich gegen die Behauptung verwahren, "Frau Zannata begnügt sich damit zuzusehen". Mir wurde im Gegenteil keinerlei Möglichkeit einer Handlung gelassen. Ich möchte außerdem nochmals ausdrücklich darauf hinweisen, dass zu keinem Zeitpunkt Gefahr für irgendjemanden aus der Reisegruppe durch diese Kröte bestand, und selbst wenn man diesem Tier die Fähigkeit unterstellen würde, einen ausgewachsenen Hobbit ernsthaft verletzen zu können, hätte allenfalls Gefahr für mich selbst bestanden.

Als letztes möchte ich darauf hinweisen, dass unter der Auflistung der Zwischenfälle jener Zwischenfall nicht aufgeführt ist, als dieselbe junge Grenzerin, die unnötigerweise auf die Kröte schoss, durch ein Dickicht fernab des Weges strich und einen Wolf aufscheuchte, um diesen dann zu töten. Dieser Zwischenfall wurde unnötigerweise provoziert, da sich der Wolf so weit ab des Weges befand, dass die Reisegruppe ungehindert auf dem Ostweg hätte vorbei ziehen können.

Ich möchte Euch höflich bitten, Euren Dienstbericht diesbezüglich zu berichtigen.

Hochachtungsvoll,

Grenzerin Zannata Blaubeerfinger“


Zannata liest ihren Vermerk nochmals durch und legt ihn dann in das Fach des Grenzers Wildogard Straffgürtel.
~ Zannata Blaubeerfinger ~
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Re: Wanderung von Froschmoorstetten ins Bockland

Beitragvon Wildogard » 20. Rethe 2010, 11:27

Wildogard findet bei einem neuerlichen Besuch in der Grenzerstelle in Michelbinge Zannatas Nachricht in seinem Fach vor. Nachdem er sie aufmerksam gelesen hat, setzt er sich an ein Schreibpult und verfaßt folgende Nachricht als Antwort.

Verehrte Kollegin,

ich will Eurer Darstellung nicht widersprechen und zugeben, dass mir als Nachhut der Wanderung die genauen Umstände, die zu diesem Zwischenfall führten, entgangen sein können, was dann zu der von mir dargelegten Beschreibung des Zwischenfalls führte.
Ich möchte Euch jedoch zu bedenken geben, daß neben mir vermutlich auch anderen Teilnehmern die unmittelbaren Umstände, die zum Angriff der Kröte führten, entgangen sind. Ihr könnt als pflichtbewußte Grenzerin, die Ihr wie ich weiß seid, schlechterdings erwarten, dass die anderen außer Dienst befindlichen Grenzer, die an der Wanderung teilnahmen, abwarten, wen sich eine wild heranstürmende Kröte von doch recht beachtlicher Größe als Ziel ihres Angriffs aussucht.
Die Entstehung eines, nach Eurer Schilderung offenbar auf falschen Wahrnehmungen beruhenden, schlechten Eindrucks vom Verhalten der Grenzer ist leider nicht auszuschließen. Ich möchte nur auf die Gruppe der Stocker Sportschützen verweisen, die, wenn auch vermutlich alles höchstehrenwerte Hobbits, doch keine Gelegenheit auslassen, sich über die Uniformen der Grenzer lustig zu machen, auch oder gerade wo sich ihre Vereinstracht nur marginal und für Uneingeweihte nicht erkennbar von der Standard Grenzeruniform unterscheidet.
Auch unserem hochverehrten Bürgermeister wird beständig Untätigkeit in allen möglichen Belangen vorgeworfen. Besonders das Verhalten der Grenzer, sei es nun innerhalb oder außerhalb des Dienstes, schlägt sich auf den Ruf des Herrn Weißfuß nieder. Ich sehe es daher als unsere Pflicht an, stets mit dem bestmöglichen Beispiel voranzugehen.
Ich empfinde daher auch das Verhalten der jungen Kollegin, die den Wolf aufspürte, keineswegs als übereifrig, geschweige denn unnötig, sondern vielmehr als vorbildlich und vorsorglich in Anbetracht der Umstände zu diesem Zeitpunkt.
Zu bedauern ist lediglich, dass sich eine der Damen, wohl aufgrund dieser letzten vorbeugenden Sicherheitsmaßnahme der jungen Kollegin, genötigt sah wieder nach Hause zurückzukehren.

Ich wollte Euch mit meinem Bericht keinerlei böse Absichten unterstellen, Frau Blaubeerfinger, und werde selbstverständlich den Bürgermeister über Eure Schilderung des Vorfalls in Kenntnis setzen.

Mit kollegialen Grenzergrüßen verbleibend
Wildogard Straffgürtel


Wildogard faltet den Zettel sorgfältig zusammen und schreibt dann außen noch darauf:

An Frau Zannata Blaubeerfinger
Von Wildogard Straffgürtel
betreffs Eurer Nachricht zu meinem Dienstbericht vom 7. Rethe zur Wanderung von Froschmoorstetten ins Bockland des Heimatverbundes Auenland gemäß Sonderdienstanweisung 1419-3-3-HVA


Schließlich legt er die Nachricht sorgsam ins Fach von Zannata.
Wildogard
 
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